Freuen sich über die guten Fortschritte, die das gemeinsame Windparkprojekt der Gemeindewerke Reken macht: Rekens Bürgermeister Manuel Deitert, Thomas Abels und Manuel Benning als Geschäftsführer der Gemeindewerke Reken und Emergy sowie Stadtwerke Borken-Geschäftsführer Ron Keßeler (v.l.n.r.)

Starke Partnerschaft zwischen Reken und Borken

Gemeinde Reken und Stadtwerke Borken gründen zusammen die Gemeindewerke Reken GmbH. Das gemeinsame Windkraftprojekt macht große Fortschritte

Reken/Borken. Neue Aufgaben löst man am Besten in starken Kooperationen. So können Synergien genutzt sowie Dienstleistungen und Produktangebote gebündelt werden. Diesen Gedanken setzen die Gemeinde Reken und die Stadtwerke Borken nun für Reken um, in dem sie die Gemeindewerke Reken GmbH mit Sitz in Reken gegründet haben.

Ausschlaggebend für die Suche der Gemeinde Reken nach einem strategischen Partner war das Projekt zum Bau einer Windkraftanlage auf Rekener Gemeindegebiet an der A31. Dieses Projekt macht sehr schnelle Fortschritte: Nachdem bereits nach einer rekordverdächtig kurzen Planungsphase die Bau-Genehmigung erteilt wurde, konnte in der Mai-Ausschreibungsrunde für Erneuerbare Anlagen nach EEG zudem ein Gebotszuschlag auf Maximalniveau erreicht werden. Damit konnten wesentliche Meilensteine bei der Umsetzung von Windkraftprojekten erreicht werden.

„Für den technischen und kaufmännischen Betrieb der Windkraftanlage brauchen wir einen starken und erfahrenen Partner, mit dem wir das Projekt gemeinsam umsetzen können“, blickt Rekens Bürgermeister Manuel Deitert auf die Anfänge der Gespräche zurück. Hier ergaben sich direkte Anknüpfungspunkte zu den Stadtwerken Borken, die im Rahmen des Emergy-Verbunds und damit gemeinsam mit den Stadtwerken Coesfeld, mit dem Windpark „Letter Bruch“ in Coesfeld bereits erfolgreich Windkraftanlagen gebaut haben: Im September vergangenen Jahres ging dort mit 13 Windkraftanlagen das größte Wind-Projekte in NRW im Jahr 2021 an den Start. „Zudem können wir durch das Regio-Strom Produkt der Stadtwerke den in Reken produzierten Strom auch direkt allen Rekenerinnen und Rekenern zugänglich machen. Das ist Energiewende vor Ort“, freut sich Manuel Benning, einer der beiden Geschäftsführer der Gemeindewerke Reken und Kämmerer der Gemeinde, auf die Zusammenarbeit mit dem Partner aus Borken.

Doch allein mit der Unterstützung beim Bau der Windenergieanlage und mit der Vermarktung des grünen Regio-Stroms wird die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Reken und den Stadtwerken Borken unter dem Dach der neuen Gemeindewerke längst nicht erschöpft sein. „Perspektivisch können wir uns viele weitere Themen vorstellen, die in der neuen Gesellschaft angesiedelt werden können“, wagt Thomas

Abels, zweiter Geschäftsführer der Gemeindewerke Reken, einen Blick in die Zukunft. Abels meint damit das breite und stetig wachsende Produktangebot des Emergy-Verbunds, das unter anderem von den Leihfahrrädern „Mietfiets“ und der Errichtung von Fotovoltaik-Anlagen über den Bau von E-Ladesäulen bis hin zur Betriebsführung von Bädern reicht.

Die Fokussierung der neuen Gemeindewerke auf Reken und seine ur-eigenen energiewirtschaftlichen Themen wird auch in der Verteilung der Gesellschaftsanteile deutlich: „Reken besitzt mit 74, 9 Prozent die eindeutige Mehrheit, während wir als Stadtwerke Borken lediglich 25,1 Prozent der Anteile an den Gemeindewerken innehaben“, sagt Ron Keßeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Borken und der Emergy. „Damit setzen wir die Philosophie des Emergy-Modells konsequent fort: Rekener Themen sollen auch in Reken entschieden werden. Gleichzeitig können die Vorteile und Synergien eines starken Verbunds genutzt werden. Und: Die Stadtwerke haben in der Gesellschaft kein Gewinnbezugsrecht“, betont Keßeler, dass die Rolle der Stadtwerke Borken ausschließlich darin besteht, der Gemeinde Reken als strategischer Partner zur Seite zu stehen.

 

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