Messkonzepte für Kundenanlagen – Ihre Grundlage für eine korrekte Abrechnung

Im Zuge der Energiewende und der zunehmenden dezentralen Stromerzeugung – etwa durch Photovoltaik, Blockheizkraftwerke oder Batteriespeicher – wird es immer wichtiger, Energieflüsse exakt zu erfassen und abzurechnen. Ein klar definiertes Messkonzept ist hierfür unverzichtbar.

Datenkurven auf einem Bildschirm.

Was ist ein Messkonzept?

Ein Messkonzept beschreibt, wie und wo die elektrischen Energieflüsse an einem Netzanschluss gemessen werden – insbesondere bei Anlagen mit Eigenerzeugung, steuerbaren Verbrauchern oder mehreren Verbrauchseinheiten. 
Es legt fest: 

  • welche Zähler notwendig sind
  • wie sie miteinander verschaltet sind
  • wie Netzbezug, Einspeisung und Eigenverbrauch voneinander getrennt erfasst werden

Nur mit einem passenden und abgestimmten Messkonzept kann sichergestellt werden, dass:

  • Strommengen korrekt bilanziert und abgerechnet werden können (z. B. Netzbezug, Einspeisung, Eigenverbrauch)
  • gesetzliche Vorgaben nach EEG, KWKG, EnWG, MsbG u. a. eingehalten werden
  • eine rechtskonforme Förderung (z. B. Einspeisevergütung) möglich ist
  • technische Voraussetzungen für steuerbare Einrichtungen (§ 14a EnWG) gegeben sind

Welche Messkonzepte gibt es?

Zur besseren Orientierung sind unsere Standard-Messkonzepte in zwei Hauptkategorien unterteilt:

Messkonzepte für Erzeugungsanlagen 

Für Anlagen mit Stromerzeugung, z. B. PV-Anlagen, Blockheizkraftwerke, Speicherlösungen.

KürzelBeschreibung
MK AEine einzelne Erzeugungsanlage (z. B. PV-Anlage mit Überschusseinspeisung)
MK BMehrere Erzeugungsanlagen in einer Anschlussnutzeranlage
MK CKombination aus Erzeugungsanlagen und Steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (§14a EnWG)
MK DSelbstversorgergemeinschaften - in Erarbeitung
In dieser Tabelle finden Sie die Messkonzepte für Erzeugungsanlagen.

Messkonzepte für Bezugsanlagen 

Für Anlagen ohne eigene Erzeugung, aber mit steuerbaren oder besonderen Verbrauchern.

KürzelBeschreibung
MK ZReine Bezugsanlage (z. B. Wärmepumpe, Ladeeinrichtung etc.) 
In dieser Tabelle finden Sie die Messkonzepte für Bezugsanlagen.

Unsere Lösung: Standardisierte Messkonzepte zur einfachen Auswahl

Um den Anmeldeprozess für Sie so einfach wie möglich zu gestalten, stellen wir standardisierte Auswahlblätter zur Verfügung. Diese sogenannten Standard-Messkonzepte bilden die häufigsten Anwendungsfälle praxistauglich ab. In der Regel ist es daher nicht erforderlich, ein individuelles Messkonzept zu erstellen.

Nur in Ausnahmefällen – wenn Ihre Anlage deutlich vom Standard abweicht – ist ein sogenanntes Sondermesskonzept notwendig. Das ist beispielsweise der Fall bei: 

  • mehr als zwei Erzeugungsanlagen innerhalb einer Anschlussnutzeranlage
  • Netzanschlüssen außerhalb der Niederspannungsebene

 

Die Auswahlblätter enthalten jeweils:

  • eine schematische Darstellung der Zähleranordnung (inkl. Zählerarten)
  • die zugehörigen Anwendungsfälle und Voraussetzungen
  • ausfüllbare Felder für Ihre konkreten Anlagendaten

So funktioniert die Anmeldung mit dem Auswahlblatt:

Das Bild zeigt einen Mann, der mit einem Headset am Computer arbeitet und dabei lächelt.

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